Weil Zytostatika auch auf das so genannte "Brechzentrum" im Gehirn wirken, treten bei der Behandlung häufig Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen auf. Für den Patienten ist dies die am meisten gefürchtete Nebenwirkung der Chemotherapie. Mittlerweile steht eine Vielzahl so genannter Anti-Emetika aus verschiedenen Stoffgruppen zur Verfügung die zur Wirkungssteigerung auch miteinander kombiniert werden können. Sie werden vorbeugend meist schon vor Beginn der Chemotherapie verabreicht.
Zusätzlich sind folgende vorbeugenden Maßnahmen sinnvoll:
- Während der Chemotherapie viel Wasser trinken
- Gegen Übelkeit und Entzündungen hilft häufig Ingwer. Frischer Ingwer (ca. 1 cm) wird dazu zerdrückt, mit 0,2 Liter kochendem Wasser übergossen. Nach zehn Minuten abseihen und trinken
- Eine Duftlampe mit Lavendel- oder Zitronengrasöl lenkt von der Übelkeit ab
Auch Essensgerüche können Übelkeit auslösen. Erfahrene Krebspatienten raten daher, bei Übelkeit keinesfalls die Lieblingsspeise zu essen. Denn nach überstandener Chemotherapie erinnert die frühere Lieblingsspeise dann immer wieder an die Übelkeit.