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Non-Hodgkin-Lymphome > Behandlung > Chemotherapie > Wirkmechanismen
  Wirkmechanismen
 
 
Alle Medikamente, die bei der Chemotherapie zum Einsatz kommen, wirken auf schnell wachsende Zellen, aber sie tun dies auf unterschiedliche Weise:
  1. Mitosespindelgifte und Topoisomerasehemmer hemmen die Zellteilung
    Wenn eine Zelle sich teilt (Zellteilung=Mitose), muss zuerst ihr Zellinhalt auf die beiden Hälften der Zelle verteilt werden. Danach erst werden die Hälften voneinander getrennt. Für diesen Vorgang ist der so genannte Spindelapparat zuständig. Zytostatika, die diesen Spindelapparat stören, sind so genannte Mitosespindelgifte und Topoisomerase-II-Hemmer wie z. B. Vincristin oder Doxorubicin.
     
  2. Antimetabolite behindern die Verdopplung des Erbmaterials
    Vor der Zellteilung muss das Erbmaterial (DNS) der Zelle verdoppelt werden, damit die beiden entstehenden Zellen jeweils die vollständige Erbinformation erhalten. Das Erbmaterial wird dafür kopiert. Dabei werden verschiedene Bausteine benutzt. Bestimmte Zytostatika, die so genannten Antimetabolite, ähneln diesen Bausteinen so sehr, dass sie verwechselt und in die Erbsubstanz eingebaut werden. Sind die falschen Bausteine erst eingebaut, lassen sich keine weiteren Bausteine mehr einfügen. Die Erbsubstanz kann nicht weiter verdoppelt werden, die Zelle kann sich nicht mehr teilen und stirbt ab. Ein solcher Anitmetabolit ist z. B. Fludarabin.
     
  3. Alkylanzien bauen ein Netz aus Erbmaterial
    Die dritte Stoffgruppe schließlich stört die Verdopplung des Erbmaterials der Zelle auf andere Weise. Diese Alkylanzien sind Substanzen, die den Bausteinen des Erbmaterials ebenfalls stark ähneln und deshalb auch eingebaut werden. Im Gegensatz zu den natürlichen Bausteinen tragen sie aber an einem oder an beiden Enden so genannte "reaktive Gruppen". Dank dieser reaktiven Gruppen können sie sich mit anderen Bausteinen oder auch mit anderen Strukturen in der Zelle, beispielsweise Eiweißen, verbinden. Auf diese Weise wird das Erbmaterial vernetzt und verklebt, eine Zellteilung ist dann nicht mehr möglich. Alkylanzien sind z. B. Bendamustin, Chlorambucil und Melphalan.

Kortisonpräparate verstärken die Wirkung der Krebsmedikamente

Bei vielen Allein- und Kombinations-Chemotherapien verordnen Ärzte zusätzlich auch Kortisonpräparate, genauer: Glukokortikoide. Diese Substanzen wirken entzündungshemmend, antiallergisch und fahren die Abwehrreaktionen des Immunsystems herunter. Von ihrem Einsatz versprechen sich Ärzte eine bessere Wirkung der Zytostatika.

 

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