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Non-Hodgkin-Lymphome > Diagnose > Klassifikation
  Klassifikation
 
 
 Stammzellen und Vorläuferzellen
Die Klassifikation ist wichtig für die Behandlung

Hinter der Bezeichnung Non-Hodgkin-Lymphom verbergen sich nach heutiger Einschätzung etwa 40 unterschiedliche Erkrankungen, die alle von entarteten B-Zellen beziehungsweise T-Zellen ausgehen. Jede dieser Erkrankungen ist anders. Für die Planung der optimalen Behandlung ist die möglichst genaue Klassifikation der einzelnen Non-Hodgkin-Lymphome unerlässlich.

Wie aggressiv wächst das Lymphom?

Ein wichtiges Kriterium für die Beschreibung eines Non-Hodgkin-Lymphoms ist der Grad der Bösartigkeit oder Malignität. Besonders bösartige Non-Hodgkin-Lymphome enthalten beispielsweise sehr viele unreife ("blastische") Zellen, die noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen.

Weniger schnell wachsende bestehen eher aus reifen ("zytischen") T- oder B-Zellen. Insgesamt gesehen ist die Mehrzahl der von T-Zellen ausgehenden Non-Hodgkin-Lymphome sehr bösartig, also hoch maligne, B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphome sind dagegen häufig weniger bösartig, sprich niedrig maligne. Experten nennen hoch maligne Non-Hodgkin-Lymphome häufig auch aggressiv, da sie nicht nur schnell voranschreiten, sondern auch besonders starke Beschwerden verursachen. Niedrig maligne Non-Hodgkin-Lymphome werden häufig auch also indolent bezeichnet.

Klassifikation aufgrund biologischer Eigenschaften

Die genaue Klassifikation eines Non-Hodgkin-Lymphoms beruht auf den biologischen Eigenschaften seiner Zellen. Dank moderner Untersuchungsmethoden ist es heute möglich, die Entstehung unterschiedlicher Non-Hodgkin-Lymphome aus den Entwicklungsstufen lymphatischer Zellen abzuleiten.

Lymphatische Zellen, genauer: die B- und T-Lymphozyten entstehen im Knochenmark aus Stammzellen, aus denen sich auch alle anderen Blutzellen entwickeln. Aus der Stammzelle reifen zunächst Vorläufer-B- und -T-Zellen (siehe Grafik oben links). In den folgenden Grafiken sind die Entwicklungs-Zwischenstufen zwischen Stammzelle und reifer B- beziehungsweise T-Zelle dargestellt, ebenso wie die Erkrankungen, die von der jeweiligen Entwicklungsstufe ausgehen.

Entwicklung der B-Zellen des lymphatischen Systems und die aus den Entwicklungsstufen entstehenden Non-Hodgkin-Lymphom-Erkrankungen

Die T-Zellen verzweigen sich zusätzlich in zwei Typen, die als CD4 und CD8 bezeichnet werden. Non-Hodgkin-Lymphome entwickeln sich in der Regel nur aus der CD4-Zelllinie.

Entwicklung von CD4- und CD8-T-Zellen und die aus den Entwicklungsstufen entstehenden NHL-Erkrankungen

 i  KIEL- und WHO-Klassifikation der Non-Hodgkin-Lymphome

 

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Angesichts der ständig größer werdenden Zahl unterschiedlicher NHL ist es wichtig, eine einheitliche Terminologie zu benutzen. Schon früh bemühten sich deshalb Experten um ein einheitliches Klassifikationssystem. Lesen Sie hier mehr zu KIEL-, REAL- und WHO-Klassifikation.
 
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