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Non-Hodgkin-Lymphome > Verlauf
  Verlauf
 
 
Unterschiedlich schnelle Krankheitsverläufe

Alle Non-Hodgkin-Lymphome ähneln sich in ihren Verläufen. Allerdings kann die Erkrankung je nach Bösartigkeit sehr schnell oder langsam voranschreiten. Besonders bösartige Non-Hodgkin-Lymphome bezeichnen Ärzte als hoch maligne. Sie verursachen schnell Beschwerden und werden deshalb auch aggressive Non-Hodgkin-Lymphome genannt. Die Krebszellen wachsen schnell und breiten sich rasch auch auf andere Organe oder das Knochenmark aus. Unbehandelt würden aggressive Non-Hodgkin-Lymphome binnen weniger Monate zum Tod führen. Aggressive Non-Hodgkin-Lymphome entstehen meist aus den Frühformen von T-Zellen, seltener von B-Zellen.

Den Krankheitsverlauf verzögern

Gerade weil die Krebszellen sich so schnell teilen, reagieren aggressive Non-Hodgkin-Lymphome aber auch besonders empfindlich auf die Chemotherapie; denn mit diesen Medikamenten werden vorzugsweise schnell wachsende Gewebe geschädigt. In etwa 50 bis 60 Prozent der Fälle ist eine echte Heilung möglich. Selbst in fortgeschrittenen Stadien der hoch aggressiven Non-Hodgkin-Lymphome kommt die Krankheit für längere Zeit bei etwa 30 bis 40 Prozent der Patienten zum Stillstand.

Heilungen möglich

Niedrig maligne Non-Hodgkin-Lymphome machen anfangs kaum Beschwerden und werden deshalb auch als indolente Non-Hodgkin-Lymphome bezeichnet. Sie entwickeln sich langsam, in der Regel aus reifen B-Lymphozyten. Indolente Non-Hodgkin-Lymphome können in frühen Stadien häufig - in der Regel mit einer Strahlentherapie - dauerhaft geheilt werden, manche bilden sich sogar spontan zurück. Zwei bis vier von zehn indolenten Non-Hodgkin-Lymphome dagegen entwickeln sich im Krankheitsverlauf zu aggressiven Formen, das heißt, sie wachsen schneller und sprechen nicht mehr auf die ursprüngliche Therapie an.

Der Krankheitsverlauf ist individuell verschieden

Den voraussichtlichen Krankheitsverlauf einschließlich der zu erwartenden Lebensdauer bezeichnen Mediziner als Prognose. Nahezu jeder Patient möchte wissen, wie groß seine voraussichtliche Lebenserwartung nach der Feststellung der Erkrankung noch ist. Diese Frage sollte bei Bedarf im Arzt-Patienten-Gespräch offen diskutiert werden. Die individuellen Unterschiede sind allerdings auch bei gleichen Krankheitsstadien sehr groß; denn die Lebenserwartung hängt nicht nur von der Krankheit selbst, sondern auch vom Alter des Patienten, seinen gegebenenfalls weiteren Erkrankungen und seiner seelischen Verfassung, also von seinem Allgemeinzustand ab. Das ist auch der Grund, warum der einzelne Patient aus großen Untersuchungen zur Lebenserwartung keine direkten Rückschlüsse auf seine individuelle Situation ziehen kann.

Überlebenszeiten sind Durchschnittswerte

Was heißt das konkret? Bezogen auf alle Non-Hodgkin-Lymphome beträgt die durchschnittliche Fünfjahres-Überlebenszeit für Männer derzeit 62 Prozent, für Frauen 66 Prozent. Bei diesen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte über alle Non-Hodgkin-Lymphome. Darin "versteckt" sind sehr viele Patienten, die zehn Jahre und länger überlebt haben. Aus den Durchschnittswerten auf die individuelle Überlebenszeit Rückschlüsse ziehen zu wollen, macht deshalb keinen Sinn. Die Chancen auf ein möglichst langes Überleben steigen, wenn Patienten für eine möglichst gesunde Lebensweise sorgen: Gesunde Ernährung, ein angepasstes Bewegungsprogramm und geeignete Entspannungstechniken bilden die Basis für ein individuelles Gesundheitsprogramm.

Ein Hoffnungsschimmer ...

Schließlich, und das soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, gibt es gerade unter Non-Hodgkin-Lymphom-Patienten immer wieder solche, die trotz eines aussichtslos erscheinenden Krankheitsverlaufes von ihrer Erkrankung geheilt werden konnten.

 

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