Im Vergleich zu Organtumoren wie Brust- oder Darmkrebs sind Non-Hodgkin-Lymphome nicht sehr häufig. Die Non-Hodgkin-Lymphome machen in Deutschland etwa 3 Prozent aller Tumorerkrankungen aus. Von 100.000 Personen erkranken jährlich ungefähr 7 bis 10 neu. Das heißt, dass Ärzte bei rund 7.000 Patienten pro Jahr in Deutschland ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostizieren. International belegt Deutschland damit einen mittleren Platz. Die höchsten Erkrankungsraten findet man in den USA, Kanada und Australien, die niedrigsten in Japan, Polen und Tschechien. Männer erkranken etwa eineinhalbmal häufiger als Frauen.

NHL-Erkrankungen pro 100.000 Einwohner
in Deutschland im internationalen Vergleich
Quelle: Globocan-Schätzung 2002,
RKI-Schätzungen für Deutschland 2002 und 2004
Abbildung aus: Krebs in Deutschland 2003 – 2004.
Häufigkeiten und Trends. 6. überarbeitete Auflage.
Robert Koch-Institut (Hrsg) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (Hrsg). Berlin, 2008
Die Häufigkeit von Non-Hodgkin-Lymphomen ist bis etwa 1995 stetig angestiegen. Mitverantwortlich dafür ist die Tatsache, dass etwa drei Viertel der Patienten mit so genannten niedrig malignen oder indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen älter sind als 60 Jahre. In dem Maße, wie der Anteil älterer Mitbürger wächst, nehmen deshalb auch Non-Hodgkin-Lymphome zu. So genannte hoch maligne oder aggressive Non-Hodgkin-Lymphome kommen in zwei Altersgruppen besonders häufig vor: bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum zwanzigsten Lebensjahr sowie bei Patienten über 60. Etwa seit der Jahrtausendwende sind die Neuerkrankungsraten nicht weiter angestiegen.