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Multiples Myelom > Diagnose > Abgrenzung
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Eine Reihe anderer bösartiger Erkrankungen gehen ebenfalls mit der Vermehrung bestimmter B-Plasmazell-Arten beziehungsweise der erhöhten Produktion bestimmter Antikörper einher. Ärzte nennen diese Erkrankungen monoklonale Gammopathien (monoklonal: aus einem B-Plasmazell-Klon stammend - gamma: für Antikörper typische Proteinstruktur; pathie: Erkrankung).

Monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) - Die Krankheit wird meist zufällig im Rahmen einer Blutuntersuchung erkannt. In der von den Blutzellen getrennten Blutflüssigkeit (Serum) findet sich nur eine geringe Menge von Paraproteinen (unter 30 Gramm pro Liter), weniger als 5 Prozent geschädigte B-Plasmazellen im Knochenmark. Es fehlen die für das Multiple Myelom typischen Krankheitszeichen wie "Knochenverdünnung", ein Mangel an roten Blutkörperchen und Einschränkung der Nierenfunktion. In etwa 10 bis 20 Prozent der Fälle wird aus dem eigentlich gutartigen MGUS ein Multiples Myelom oder eine verwandte bösartige Erkrankung.

Smouldering Myelom (Schwelendes Myelom) - Es handelt sich um das Übergangsstadium zwischen MGUS und dem Multiplen Myelom. Das Blutserum enthält mehr als 30 Gramm pro Liter Paraproteine und das Knochenmark mehr als 10 Prozent geschädigte Plasmazellen. Die für das Multiple Myelom typischen Krankheitszeichen fehlen.

Solitäres Plasmozytom - Wenn bei einem Multiplen Myelom nur eine einzige Ansammlung von B-Plasmazellen im Körper nachweisbar ist, spricht man von einem solitären Plasmozytom.

Extramedulläres Plasmozytom - Wenn B-Plasmazell-Ansammlungen außerhalb des Knochenmarks auftreten, bezeichnet man die Krankheit als extramedulläres Plasmozytom. Die Zellhaufen können an einer oder mehreren Stellen auftreten, und zwar mit oder ohne Lymphknotenbefall. Das extramedulläre Plasmozytom kann sich von vorneherein - primär - außerhalb des Knochenmarks entwickeln. Die Zellansammlungen können aber auch im Verlauf eines Multiplen Myeloms/Plasmozytoms, außerhalb des Knochenmarks - sekundär - entstehen.

Morbus Waldenström - Geschädigte B-Plasmazellen produzieren das Paraprotein Immunglobulin M (IgM). Die geschädigten B-Plasmazellen kommen in erster Linie in Lymphknoten, aber nie im Knochenmark vor.

 

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