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Multiples Myelom > Verlauf
  Krankheitsverlauf
 
 
Ursprung des Multiplen Myeloms ist eine zur Krebszelle entartete B-Plasmazelle. Sie teilt sich ständig und produziert so genannte Paraproteine. Dabei handelt es sich um funktionslose Antikörper, anhand derer sich das Multiple Myelom näher charakterisieren lässt. Die Antikörper, die für die Immunabwehr wichtig sind, können ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen.

Die Niere ist am Eiweißhaushalt des Körpers beteiligt. Ihre Funktion wird durch die massenhafte Produktion von Paraproteinen ständig überfordert.

Die entarteten B-Plasmazellen dringen an mehreren Stellen gleichzeitig ins Knochenmark ein und beeinträchtigen dort die normale Blutzellbildung, besonders die Reifung der roten Blutkörperchen.

Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es zur regelrechten Auflösung von Knochen, der Osteolyse, da Myelomtumoren die Aktivität von knochenabbauenden Zellen, den Osteoklasten, fördern. Dies führt zu Knochenschmerzen, die meist der Anlass für eine ausführliche Untersuchung werden. Acht von zehn Patienten mit Multiplem Myelom leiden zum Zeitpunkt der Entdeckung der Krankheit bereits an Knochenschäden. Bei schneller Tumorausbreitung ist der Knochenabbau durch Osteoklasten derart massiv, dass große Mengen Kalzium - das ansonsten im Knochen gelagert ist - ins Blut freigesetzt werden. Zu viel Kalzium im Blut kann zu weiterer Störung der Nierenfunktion und zu Nierenversagen führen.

Nicht nur die entarteten B-Plasmazellen vermehren sich immer weiter. Das Multiple Myelom stört zusätzlich die Immunabwehr, indem es die notwendige Ausreifung möglichst vieler unterschiedlicher gesunder B-Plasmazellen verhindert. Myelom-Patienten sind deshalb häufig besonders infektanfällig. Ein einfacher Schnupfen kann bei ihnen zu einer bedrohlichen Infektion werden.

Dank viel versprechender neuer Behandlungsmöglichkeiten lässt sich der Krankheitsprozess deutlich verlangsamen beziehungsweise eine Zeit lang zum Stillstand bringen.

Überlebenschancen

Eine Heilung ist nicht möglich, aber das Fortschreiten der Erkrankung lässt sich mit den geeigneten Behandlungen verlangsamen.

Vor Einführung der konventionellen Chemotherapie lag die mittlere Lebenserwartung nach Diagnosestellung bei etwa zwölf Monaten. Seit die Chemotherapie verfügbar ist, liegt die mittlere Überlebenszeit zwischen 19 und 50 Monaten. Bemerkenswert sind die sehr ausgeprägten individuellen Unterschiede: Es kommen auch Überlebenszeiten von mehr als zehn Jahren vor.

Bei der Beurteilung der Überlebenszeit muss berücksichtigt werden, dass die meisten Patienten älter als 65 Jahre sind. Viele von ihnen sterben an anderen Erkrankungen und nicht an den Folgen des Multiplen Myeloms.

 

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Im Verlauf der Erkrankung kommt es bei jedem zweiten Patienten zu Nierenschäden. Falls es zu einem Funktionsverlust der Nieren kommt, kann die regelmäßige Blutwäsche (Dialyse) die Entgiftungsfunktion der Nieren ersetzen.
 
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