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Multiples Myelom > Behandlung > Neue Entwicklungen
  Neue Entwicklungen in der Behandlung
 
 
Ziel der intensiven Forschung in der Behandlung des Multiplen Myeloms ist es, wirksamere und besser verträgliche Krebsmedikamente zu finden. Getestet werden z. B. Medikamente, die sich bei anderen Krebserkrankungen bewährt haben, aber auch neu entwickelte Substanzen.

Im Folgenden einige Beispiele für Neuerungen in der Behandlung des Plasmozytoms:

Thalidomid: Früher Schlafmittel, jetzt Krebsmedikament

Bei etwa einem Drittel nicht vorbehandelter Myelompatienten kann das früher als Schlafmittel eingesetzte Thalidomid die Myelomzellmasse vermindern. Wird das Präparat mit der kortisonähnlichen Substanz Dexamethason kombiniert, zeigt die Behandlung bei etwa zwei Drittel der behandelten Patienten Erfolg.
Thalidomid verhindert, dass die Krebszellen unempfindlich gegen bestimmte Krebsmedikamente werden. Es hemmt auch die Bildung von Blutgefäßen. Solche Blutgefäße brauchen Krebszellen aber, denn diese liefern die Nährstoffe für das schnelle Wachstum der Zellen.

Die Deutsche Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM) prüft derzeit den Einsatz von Thalidomid in der Erstbehandlung.

Bortezomib: bisher beim Rückfall bewährt

In Deutschland ist Bortezomib zur Behandlung von Rückfällen beim Multiplen Myelom zugelassen. Die Studiengruppe German Multicenter Myeloma Group (GMMG) prüft die Substanz zur Zeit auch für den Einsatz in der Erstbehandlung.

Immunbehandlung: die Abwehr fördern

Getestet werden beispielsweise Antikörper, die bestimmte Strukturen auf der Oberfläche der Krebszellen erkennen und diese gezielt bekämpfen. Oder man versucht, körpereigene Abwehrstoffe im Kampf gegen Tumorzellen zu unterstützen.

Gemeinsam stark: Bewährtes kombinieren

Ein weiterer Behandlungsgrundsatz ist es, verschiedene Behandlungsmethoden zu kombinieren: z. B. Chemotherapie und Strahlentherapie, oder es werden mehrere Medikamente gleichzeitig eingesetzt. Zahlreiche Studien prüfen, in welcher Kombination und in welcher Dosis die Medikamente am wirksamsten sind. Durch die Kombination verschiedener Medikamente wird das Risiko vermindert, dass die Krebszellen gegen die Behandlung unempfindlich werden. Außerdem können unerwünschte Nebenwirkungen gering gehalten werden, weil die Dosis der einzelnen Medikamente nicht so hoch sein muss, wie wenn das Medikament allein eingesetzt wird.

 

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