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Multiples Myelom > Behandlung > Erstbehandlung
  Erstbehandlung des Multiplen Myeloms
 
 
Die Behandlung eines erstmals aufgetretenen Non-Hodgkin-Lymphoms oder einer anderen Krebserkrankung bezeichnen Mediziner als Primärtherapie. Bezogen auf das Multiple Myelom müssen vor der Behandlungs-Entscheidung folgende Fragen geklärt sein:
  • In welchem genauen Krankheitsstadium (nach Durie und Salmon) befinden Sie sich?
  • Haben Sie Beschwerden? 
  • Wie ist Ihr Allgemeinzustand, d. h. wie belastbar sind Sie?

Abwarten ...

Etwa neun von zehn Patienten im Stadium I und immerhin noch 40 Prozent der Patienten in Stadium II haben nahezu keine Beschwerden. Diese Patienten brauchen keine Behandlung, sondern werden im Sinne von "watch and wait" (d.h. "abwarten") regelmäßig untersucht.

... oder behandeln

Schreitet die Krankheit fort, kommen verschiedene Behandlungen in Frage, beispielsweise mit Medikamenten oder Bestrahlungen. Eine Standardtherapie für Patienten in den fortgeschrittenen Stadien I und II nach Durie und Salmon gibt es bisher nicht. Es wird individuell abgewogen, welche Behandlung für den einzelnen Patienten in Frage kommt.

Die Entscheidung für oder gegen ein konkretes Behandlungsverfahren trifft immer der behandelnde Arzt zusammen mit seinem Patienten.

Hochdosis-Chemotherapie

Wenn der Patient abgesehen von der Myelom-Erkrankung körperlich fit ist (d. h. einen guten Allgemeinzustand hat), erscheint häufig eine Hochdosischemotherapie mit anschließender Übertragung eigener Blutstammzellen erfolgversprechend. Durch die hochdosierte Chemotherapie werden - so das Konzept - zunächst alle Zellen des Patienten, die Blut bilden, ausgelöscht, um anschließend krebsfreie Blutstammzellen einzusetzen, aus denen gesunde Blutzellen entstehen. Bei vielen Patienten lässt sich durch diese Therapie das Voranschreiten der Erkrankung aufhalten.

 i  Phasen der autologen Stammzelltransplantation

Herkömmliche Chemotherapie

Wenn die Hochdosischemotherapie grundsätzlich nicht in Frage kommt, entscheidet sich der behandelnde Arzt häufig für weniger aggressive Formen der Chemotherapie. In Frage kommen beispielsweise Kombinationen mit dem Kortisonpräparat Prednison.

Der Vorteil bei Kombinationstherapien ist, dass die verwendeten Medikamente sich gegenseitig im Kampf gegen die Krebszellen unterstützen, dabei aber die unerwünschten Nebenwirkungen der einzelnen Präparate begrenzt werden. Prednison hemmt beispielsweise die Immunabwehr und macht damit Krebszellen empfindlicher für die anderen Krebsmedikamente.

Strahlenbehandlung

Zellen des Multiplen Myeloms dringen im Krankheitsverlauf ins Knochenmark ein und fördern die Aktivität von Zellen, die Kochensubstanz abbauen (Osteoklasten). Um die ins Knochenmark eingedrungenen Myelom-Zellen gezielt zu vernichten und die entstandenen Schmerzen zu bekämpfen, wird häufig die Strahlentherapie eingesetzt.

 

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