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Mantelzell-Lymphom > Behandlung > Neue Entwicklungen
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Bei der Behandlung von Patienten mit Mantelzell-Lymphom sind neben dem Krankheitsstadium auch der allgemeine Gesundheitszustand und die Belastbarkeit sowie das Alter wichtig. Deshalb werden unterschiedliche neue Behandlungsformen häufig in verschiedenen Altersgruppen getestet.

Für Patienten unter 65 Jahren werden die Strahlen-Immunbehandlung, die Übertragung von Knochenmark eines Spenders (allogene Knochenmarkstransplantation) und verschiedene neue Medikamente untersucht.

Neue Kombinationen von Chemotherapien werden in verschiedenen Altersklassen getestet.

Strahlen-Immunbehandlung

Zur Behandlung des Mantelzell-Lymphoms können möglicherweise auch Antikörper eingesetzt werden, an die ein radioaktiv strahlendes Teilchen, gekoppelt wurde. Theoretisch soll der Antikörper die Krebszelle finden und vor Ort eine kleine, gezielte "Strahlenbehandlung" durchführen. Dieses Verfahren wird als Radioimmuntherapie bezeichnet. Ibritumomab-Tiuxetan ist ein solcher Antikörper, der in der Therapie des Mantelzell-Lymphoms derzeit untersucht wird.

Allogene Knochenmarkstransplantationen

Als sehr viel versprechende aber auch sehr nebenwirkungsträchtige Behandlungsmöglichkeit gilt die Übertragung von Knochenmark eines geeigneten Fremdspenders (allogene Knochenmarkstransplantation). Prinzip der Behandlung ist der so genannte Graft-versus-Lymphoma-Effekt, das heißt, aus dem fremden Knochenmark entwickeln sich Blutzellen, die gegen die erkrankten Zellen des Lymphoms aktiv werden und sie bekämpfen. Da sich die fremden Zellen auch gegen gesunde Zellen und Gewebe des Patienten richten, können schwere Nebenwirkungen auftreten.

Hochdosis-Chemotherapie mit Strahlenbehandlung für Patienten unter 65 Jahre

Zur Verbesserung der Therapiemöglichkeiten untersucht die Deutsche Studiengruppe für niedrigmaligne Lymphome (GLSG) für Mantelzell-Lymphom-Patienten unter 65 Jahren in einer Studie neue Hochdosis-Chemotherapien in Kombination mit einer Ganzkörperbestrahlung.

Mit einer Hochdosis-Chemotherapie versucht man, alle Zellen, die bei der Bildung von Blutzellen beteiligt sind (das "blutbildende System") inklusive (möglichst) aller Krebszellen zu vernichten. Danach - so das Konzept - wird das blutbildende System mit neuen, nicht krebsbefallenen Blut-Stammzellen wieder aufgebaut. Die für den Neu-Aufbau benötigten Stammzellen gewinnt der behandelnde Arzt entweder vom Patienten selbst vor der Hochdosistherapie oder von einem Fremdspender. Nach Abschluss der Hochdosis-Chemotherapie werden sie dem Patienten über eine Infusion zurück gegeben. Vom Blut aus wandern die gesunden Stammzellen ins Knochenmark, siedeln sich dort an und bauen das blutbildende System wieder auf.

Die eigentlich aus dem Knochenmark kommenden Blutstammzellen können heute aus dem Blut der Patienten gewonnen werden. Voraussetzung dafür ist allerdings eine spezielle Vorbehandlung in zwei Schritten: Zunächst sollen die Zellen sich vermehren (Induktion) und anschließend vermehrt aus dem Knochenmark ins Blut auswandern (Mobilisierung). Sowohl für die Induktion als auch für die Mobilisierung werden Chemotherapeutika oder auch chemische Stoffen, die das Wachstum bestimmter Zellen fördern ("Wachstumsfaktoren"), eingesetzt. Eine Chemotherapie unmittelbar vor der Stammzellgewinnung dient also nicht in erster Linie der Tumorbekämpfung, sondern ist Voraussetzung dafür, dass im später entnommenen Blut tatsächlich genügend Stammzellen vorkommen.

 

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Allogene Knochenmarks-transplantationen bieten die Chance einer Heilung, sind allerdings auch mit beträchtlichen Risiken behaftet.
 
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