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Komplementäre BehandlungsverfahrenAus verständlichen Gründen erkundigt sich die Mehrheit aller Krebspatienten nach Behandlungsmöglichkeiten, die über die so genannte Schulmedizin hinausgehen. Wenn Sie selbst auf der Suche nach ergänzenden Therapieverfahren sind, sollten Sie diesen Beitrag aufmerksam lesen.

Die Behandlung eines bösartigen Tumors verlangt Patienten Einiges ab: Sie haben die unangenehmen Nebenwirkungen zu ertragen und können doch nicht hundertprozentig sicher sein, dass die Therapie erfolgreich ist. Sie warten auf Labor- oder Röntgenbefunde und fühlen sich im Grunde genommen wie handlungsunfähige Zuschauer bei einem Spiel mit ungewissem Ausgang.

Kein Wunder, dass viele Krebspatienten selbst aktiv werden wollen, um die Aussichten auf den Behandlungserfolg zu verbessern. Nahezu jeder Patient besinnt sich im Krankheitsverlauf auf die Grundsätze gesunder Lebensführung. Die meisten achten nun sehr genau auf ihre Ernährung. Viele versuchen, jeden Tag ganz besonders bewusst zu erleben, nutzen vielleicht Angebote zu mentaler Entspannung oder bewegen sich - wenn möglich - mehr als vor ihrer Erkrankung.

Drei Voraussetzungen beachten

Neben dieser allgemeinen Umstellung des Verhaltens keimt irgendwann in fast jedem Krebspatienten auch der Wunsch nach zusätzlicher oder ergänzender, sprich komplementärer Behandlung. Gegen die Anwendung von komplementären Verfahren oder Methoden ist überhaupt nichts einzuwenden, wenn zumindest drei Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Die Methode richtet nach objektivierbaren Kriterien keinerlei Schaden an.
  • Die Methode versteht sich tatsächlich als Ergänzung. Wenn vor der Behandlung verlangt wird, der "Schulmedizin" sozusagen abzuschwören, hat sich die Methode selbst disqualifiziert.
  • Die Methode überfordert Patienten finanziell nicht, konkret: Skepsis ist angebracht, wenn hunderte oder gar tausende von Euro fällig werden.

Wirksam oder nicht?

Muss die Wirksamkeit einer Methode belegt sein, bevor man sich für ihre Anwendung entscheidet? Ja und Nein. Es kommt darauf an, was man unter Wirksamkeit versteht. Kein seriöser Anbieter eines komplementären Therapieverfahrens wird für sich in Anspruch nehmen, einen Tumor tatsächlich ohne die Mitwirkung der "Schulmedizin" schrumpfen lassen zu können.

Hingegen sollte jede ergänzende Methode die Lebensqualität des Anwenders spürbar verbessern. Objektiv lässt sich Lebensqualität allerdings nur schwer messen; denn schließlich ist sie kein eindeutiger Laborwert, sondern von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Als wirksam kann man eine ergänzende Therapie erst dann bezeichnen, wenn sie zur subjektiven Verbesserung der Situation eines Patienten führt.

Vorsicht bei Diäten und Geistheilern

Im Tumorzentrum des Universitätsklinikums Freiburg ist versucht worden, die wenigen verfügbaren zuverlässigen Daten zu komplementären Therapieverfahren auszuwerten. Der Katalog der bewerteten Präparate und Verfahren reicht von Massagen, Mistel, Weihrauch und anderen Kräutern über die Ordnungstherapie von Kneipp und die Homöopathie bis hin zu so genannten imaginativen Verfahren.

Ergebnis: Kein einziges Verfahren hat eine direkte tumorverkleinernde Wirkung. Bestimmte Fasten-Diäten und die den Geistheilern zugerechnete so genannte "Neue Medizin nach Dr. Hamer" richten sogar nicht wieder gut zu machenden Schaden an.

Empfehlenswert: Physiotherapie

Die gute Nachricht aus Freiburg lautet aber: Eine ganze Reihe von Verfahren wirkt sich positiv auf die Lebensqualität der Patienten aus. An vorderster Stelle sind diesbezüglich Methoden zu nennen, die direkt auf den Körper einwirken: Krankengymnastik, Massagen, Atemtherapie sowie alle physiotherapeutischen Verfahren. Diese Verfahren können unterstützend bei der Behandlung wirken und auch bei der Beherrschung von Schmerzen nützlich sein. Voraussetzung ist selbstverständlich die Durchführung durch erfahrene Physiotherapeuten.

TCM und Ayurveda

Kompetenz und Erfahrung sind entscheidende Stichworte: Gleichgültig für welches komplementäre Verfahren sich ein Patient entscheidet: Wichtig ist immer, dass der/die Leistungserbringer/in von seinem/ihrem Fach tatsächlich etwas versteht. Unter dieser Voraussetzung können auch Anwendungen aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und aus dem indischen Ayurveda sinnvoll sein.

 

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