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Ziel: Möglichst individuelle Behandlung durch ein molekulares Profil

Künftig möchte man genetische Muster erkennen, die mit dem Erfolg einer bestimmten Behandlung zusammenhängen. Das so genannte molekulare Profil (eine bestimmte, individuelle Anordnung der Moleküle) jedes Patienten soll dann zu einer maßgeschneiderten Therapie führen. Dies würde bedeuten, dass man Patienten unnötige Chemotherapien ersparen könnte, weil man bereits vorher wüsste, ob dem Patienten diese Behandlung helfen wird oder nicht.

Ein Ansatz für solche Behandlungsformen der Zukunft könnte darin liegen, ganz genau zu differenzieren, welche Unterform des Tumors bei einem Patienten vorliegt und herauszufinden, bei welcher Unterform welche Behandlungsmethode bzw. welches Medikament wirksam ist.

Zytokine beeinflussen Wachstum und Differenzierung der Krebszellen

Geforscht wird auch an zahlreichen Stoffen, die für das Wachstum und die Differenzierung von Körperzellen wichtig sind - beispielsweise an Zytokinen wie Interferonen oder Interleukinen.

Interferone werden von Abwehrzellen, v. a. T-Lymphozyten, gebildet und wirken stimulierend auf das Immunsystem, aber auch gegen Tumore.

Interleukine wirken bei der Kommunikation der Immunabwehrzellen (Leukozyten) untereinander mit.

Heat-Shock-Proteine

Diese Eiweiße sorgen für ein Gleichgewicht im Stoffwechsel zwischen Abbau und Aufbau von Stoffwechselprodukten. Bei chemischem Stress (beispielsweise durch Ethanol, Arsen, Wasser- oder Sauerstoffmangel) oder physikalischem Stress wie UV-Licht, also wenn sich die Fehlerrate bei der Ausbildung der korrekten Eiweißstruktur erhöht, produzieren die Zellen viele Heat-Shock-Proteine.

Diese Heat-Shock-Proteine könnten Eiweißbruchstücke abgestorbener Krebszellen binden und sie dem Immunsystem präsentieren. Dies ist Gegenstand der aktuellen Forschung.

Angiogenesehemmer gegen die Bildung von Blutgefäßen

Ist ein Tumor größer als 1-2 mm, sind Sauerstoff- und Nährstoffversorgung sowie Wachstum und Metastasierung (=Bildung von Absiedlungen) nur noch möglich, wenn neue Blutgefäße aussprossen und den Tumor an die vorhandenen Blutgefäße anschließen. Die Tumorzellen selber produzieren Wachstumsfaktoren, die zu dieser Bildung neuer Gefäße beitragen. VEGF (Vascular endothelial growth factor), ein für das Wachstum von Blutgefäßen wichtiger Stoff, fördert die Ausbildung der inneren Schicht von Blutgefäßen.

Angiogenesehemmer hemmen die Bildung neuer Blutgefäße (die Angiogenese). Ein Nachteil der Angiogenesehemmer ist; dass sie wahrscheinlich über mehrere Jahre und außerdem über eine Vene gegeben werden müssen.

Mesenchymale Stammzellen vermindern die Abstoßungsreaktion

Eine mögliche künftige Methode, um die Abstoßungsreaktionen fremder transplantierter Zellen zu vermindern, besteht eventuell in der Verwendung so genannter mesenchymaler Stammzellen. Dieses Vorgehen bietet die Möglichkeit, Stammzellen von Spendern zu übertragen, deren Gewebemerkmale nicht vollständig mit denen des Empfängers übereinstimmen.

Neue Impfstrategien

Hoffnungen setzen die Forscher auch in die Entwicklung neuer Krebsvakzine.

 

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