NHL-info.de
Basiswissen
  Non-Hodgkin-Lymphome
     
  Detailwissen
  Follikuläres
Non-Hodgkin-Lymphom
  Multiples Myelom
  Chronisch-lymphatische
Leukämie
  Immunozytom
  Mantelzell-Lymphom
     
  Infopool
  Biologische Grundlagen
  Behandlung
  Aktiv gegen Krebs
  Einteilung der
Non-Hodgkin-Lymphome
  Medizinische Begriffe
  Studien
  Selbsthilfegruppen
  Allgemeine Behandlungsprinzipien
 
 
Die Entscheidung für oder gegen ein konkretes Behandlungsverfahren trifft der Arzt zusammen mit jedem Patienten individuell. Wichtigstes Kriterium der Entscheidungsfindung ist selbstverständlich die genaue Diagnose der Erkrankung. Das bedeutet aber nicht, dass zwei Patienten mit identischer Diagnose auch identisch behandelt werden. Für die konkrete Entscheidung ist es wichtig zu wissen, wie gesund oder krank der Patient ansonsten ist, sprich wie sein Allgemeinzustand aussieht. Wer abgesehen von seiner Krebserkrankung körperlich und geistig leistungsfähig ist, verträgt beispielsweise eine nebenwirkungsträchtigere Behandlung als ein gebrechlicher Patient. Der Allgemeinzustand ist selbstverständlich auch vom Lebensalter abhängig. Ein 75-jähriger Patient ist in der Regel weniger belastbar als ein 65-Jähriger. Aber nicht immer ist dieses chronologische Alter in Lebensjahren ausschlaggebend für die Belastbarkeit. 75-Jährige können biologisch betrachtet auch erst 60 Jahre alt sein. Wenn etwa die Entscheidung für oder gegen eine belastende Hochdosis-Chemotherapie ansteht, dann zählt in erster Linie das biologische, nicht das chronologische Lebensalter.

Manchmal genügt zunächst ein aufmerksames Abwarten
Diagnose, Krankheitsstadium sowie Allgemeinzustand beziehungsweise biologisches Lebensalter sind die Entscheidungskriterien bei der Festlegung der Behandlung. Nicht selten schlägt der Arzt nach der Diagnose vor, dass zunächst gar nichts getan, sondern nur aufmerksam beobachtet wird. Dieses aufmerksame Abwarten (watchful waiting) macht immer dann Sinn, wenn dem Patienten durch eine Behandlung in Bezug auf seine Lebensqualität mehr Nachteile als Vorteile entstehen. Während dieser Phase beschränkt sich die ärztliche Betreuung auf eine regelmäßige und intensive Kontrolle.

Mit Strahlenbehandlung und Chemotherapie gegen die Erkrankung
Bei langsam voranschreitenden, indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen in den Ann-Arbor-Stadien I oder II reicht zur Behandlung häufig eine Strahlentherapie aus. In späteren Krankheitsstadien oder bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen ist eine Chemotherapie, häufig kombiniert mit einer Antikörper-Behandlung notwendig. Wenn der Allgemeinzustand des Patienten es zulässt, wird meist auch eine Hochdosis-Chemotherapie durchgeführt. Alle Behandlungsformen können miteinander kombiniert werden.

Eine Lymphom-Erkrankung kann nach Monaten oder Jahren der Remission wieder auftreten, Mediziner sprechen dann von einem Rezidiv. Die Festlegung der Rezidiv-Behandlung erfolgt grundsätzlich nach den gleichen Prinzipien wie bei der Erstbehandlung. Allerdings wird der Arzt - je nach dem wie schnell die Krankheit wieder ausgebrochen ist - gegebenenfalls andere chemotherapeutische Kombinationen und Dosierungen wählen.

 

zurück
Impressum | Kontakt | Sitemap
  supported by ribosepharm
zurück
       
NHL-info.de