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Immunozytom > Verlauf
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Ausgehend von entarteten Vorläufern einer B-Plasmazelle vermehren sich Immunozytom-Zellen in einem Lymphfollikel. Ihre unkontrollierte Vermehrung führt bei jedem zweiten Patienten zu einem dauerhaften Anschwellen der Lymphknoten. In diesem frühen Stadium (I oder II nach Ann-Arbor) werden allerdings die wenigsten Immunozytome erkannt.

Milz, Leber, Magen und Darm können mitleiden

Je nach Krankheitsverlauf dringen die Immunozytom-Zellen in andere Lymphknoten des Körpers ein und befallen auch Organe wie Milz, Leber sowie den Magen-Darm-Trakt. Dort führen sie durch ihre unkontrollierte Vermehrung zu spezifischen Krankheitssymptomen der in Mitleidenschaft gezogenen Organe.

Bei neun von zehn Patienten dringen die Krebszellen auch ins Knochenmark ein. Dort stören sie unter anderem die Blutzellbildung und können die Aktivität von knochenabbauenden Zellen ankurbeln, was zur Zerstörung des Knochens führt. Wenn Immunozytom-Zellen ins Knochenmark eindringen, wird zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs auch die Stadieneinteilung nach Binet benutzt.

IgM-Paraproteine verdicken das Blut

Immunozytom-Zellen produzieren meist unablässig funktionslose Antikörper (Paraproteine) mit schweren Mü-Ketten. Wie die Immunglobuline der Klasse M (IgM) kommen auch diese IgM-Paraproteine immer als Fünffachmolekül vor. Sie sind also fünf Mal so groß wie die Antikörper der meisten anderen Klassen. Im Krankheitsverlauf führt die Anreicherung der IgM-Paraproteine zu einer regelrechten Verdickung des Blutes.

Der Nachweis von IgM-Paraproteinen im Blut ist ein wichtiges Zeichen für das Vorliegen eines Immunozytoms. Aus Menge und Art der nachgewiesenen Paraproteine kann man die Tumorzellmasse abschätzen und Aussagen zum Verlauf der Erkrankung machen.

Prognose

Es ist verständlich, dass ein Patient wissen möchte, wie viel Lebenszeit ihm noch bleibt, wenn bei ihm ein Immunozytom festgestellt wurde.

Bezogen auf alle Immunozytom-Patienten beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung nach Diagnosestellung etwa zwei bis fünf Jahre.

Rückschlüsse auf die Überlebenszeit einzelner Patienten sind schwierig: Da es sich um ältere Patienten handelt, kommen andere Todesursachen vergleichsweise häufig vor. Je nach Allgemeinzustand und Lebensalter kann die individuelle von der statistisch ermittelten durchschnittlichen Lebenserwartung erheblich abweichen.

 

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Die Verdickung des Blutes kann Beschwerden bereiten: Man spricht von einem Hyperviskositäts-syndrom.
 
Hyperviskositäts-
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