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Immunozytom > Diagnose
  Diagnose: Wie erkennt man ein Immunozytom?
 
 
Alle Verfahren zur Feststellung eines Immunozytoms haben zum Ziel, die Krankheit möglichst frühzeitig zu erkennen, also bevor Komplikationen auftreten. Ein weiteres wichtiges Ziel besteht darin, Aussagen zum mutmaßlichen Verlauf der Erkrankung zu machen. Auf dieser Grundlage planen Arzt und Patient dann gemeinsam die auf den Betroffenen zugeschnittene Behandlung.

Blut-Untersuchung - Besteht ein erster Verdacht auf ein Immunozytom, so lässt der behandelnde Arzt ein Blutbild erstellen. Dazu wird Blut aus der Armvene entnommen und im Labor untersucht. Ein wichtiges Zeichen der Erkrankung ist die Verminderung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin  beziehungsweise der roten Blutkörperchen im Blut. Gleichzeitig ist die Senkungsgeschwindigkeit der Blutkörperchen (BSG) stark erhöht. Diese bezeichnet die Geschwindigkeit, mit der Blutkörperchen in der Blutprobe zu Boden sinken, nachdem die Probe ungerinnbar gemacht wurde. Darüber hinaus ist im Blut gegebenenfalls das IgM-Paraprotein, ein krankhafter Eiweißstoff nachweisbar.

Immunphänotypisierung - Immunozytom-Zellen tragen auf ihrer Oberfläche typische Eiweißmuster (Oberflächenantigene), die sich von denen gesunder Lymphozyten unterscheiden. Die Oberflächenantigene der in einer Blutprobe enthaltenen Lymphozyten lassen sich mit der so genannten Immunphänotypisierung untersuchen.

Untersuchungen mit medizinischen Geräten - Lymphknoten im Bauchraum lassen sich nicht tasten und auch das Eindringen von Immunozytom-Zellen in andere Organe kann man nicht mit dem bloßen Auge verfolgen: der Bauchraum wird deshalb regelmäßig mit Ultraschall untersucht. Zur genaueren Stadieneinteilung ist zudem eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs notwendig. Auch eine Computer-Tomographie (CT) ist möglich.
Speziell die Magnetresonanztomographie (MRT) wird häufig eingesetzt, um zu prüfen, ob das Knochenmark bereits von Immunozytom-Zellen befallen ist.

Knochenmarksbiopsie - Die mikroskopische Untersuchung einer Knochenmarksprobe ist unerlässlich, wenn bei den Laboruntersuchungen ein erhöhter IgM-Wert nachgewiesen wurde, d. h. wenn im Blut zu viele IgM-Immunglobuline gefunden wurden. Das Untersuchungsmaterial wird mit einer Knochenmarkspunktion aus dem Beckenknochen entnommen. Erst die Untersuchung des Knochenmarks erlaubt die Unterscheidung des Immunozytoms von Erkrankungen wie der Monoklonalen Gammopathie unbestimmter Signifikanz und der Chronisch-lymphatischen Leukämie.

Welches sind die sicheren Krankheitszeichen?

Bei Vorliegen der folgenden Befunde ist von einem Immunozytom auszugehen:

  1. Mangel an roten Blutkörperchen (Blutarmut, Anämie): d. h. weniger als 120 Gramm Hämoglobin pro Liter Blut

  2. Typische Eiweiße auf der Oberfläche der Immunozytom-Zellen

  3. Nachweis des Eiweißstoffs IgM-Paraprotein (funktionslose Antikörper) im Blut oder Urin

  4. Erhöhte Zähflüssigkeit des Blutes (Hyperviskosität)

  5. Stark erhöhte Senkungsgeschwindigkeit der Blutkörperchen (BSG)

Erläuterung:

Die Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit (BSG) bezeichnet die Geschwindigkeit, mit der sich Blutkörperchen in einer Blutprobe senken, die vorher ungerinnbar gemacht wurde. Der Wert ist gerade bei entzündlichen Erkrankungen erhöht.
Hämoglobin ist der Farbstoff der roten Blutkörperchen, er wird für den Sauerstofftransport im Körper benötigt.

 

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