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Follikuläres Non-Hodgkin-Lymphom > Verlauf
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In frühen Stadien Heilung möglich

Ausgehend von einer geschädigten B-Zelle im Keimzentrum eines Lymphfollikels vermehren sich funktionslose B-Zellen. Ihr unkontrolliertes Wachstum führt zunächst zu einem dauerhaften Anschwellen der Lymphknoten. In diesem frühen Stadium (I oder II nach Ann Arbor) werden nur etwa 15 bis 20 Prozent der Follikulären Lymphome erkannt. Bei diesen Patienten ist die örtliche Strahlenbehandlung mit heilender Absicht die Behandlung der Wahl. Über 90 Prozent der so behandelten Patienten werden dadurch beschwerdefrei. Man spricht hier von einer Remission, Krankheitszeichen sind nicht mehr nachweisbar.

Fortgeschrittene Erkrankung

In fortgeschrittenen Stadien, also nach dem Befall weiterer Lymphknoten oder gar Organe, ist das Follikuläre Lymphom trotz vieler neuer Behandlungansätze nicht vollständig heilbar. Auch nach kompletten Remissionen, d. h. wenn keine Krankheitszeichen mehr nachweisbar waren, kommt es immer wieder zum erneuten Ausbruch der Krankheit, insgesamt lässt sich der Krankheitsverlauf aber deutlich bremsen. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen vom abwartenden Beobachten ("watch and wait") bis hin zur Hochdosis-Chemotherapie mit Übertragung eigener Stammzellen.

Bei etwa einem Viertel aller Patienten bildet sich das Follikuläre Lymphom von alleine zurück. Bei etwa ebenso vielen Patienten entwickelt sich allerdings im Krankheitsverlauf aus der indolenten die aggressive Form des Follikulären Lymphoms.

Heilungsaussichten: Die Prognose

Die individuellen Unterschiede in der Überlebenszeit sind auch bei gleichen Krankheitsstadien sehr groß. Die Lebenserwartung hängt nicht nur von der Krankheit selbst, sondern auch vom Alter des Patienten, seinen möglichen weiteren Erkrankungen und seiner seelischen Verfassung ab. Das ist auch der Grund, warum der einzelne Patient aus großen Untersuchungen zur Lebenserwartung keine direkten Rückschlüsse auf seine individuelle Situation ziehen kann. Die Ergebnisse der Untersuchungen seien hier trotzdem genannt:

Im Durchschnitt überleben die meisten Patienten, bei denen das Follikuläre Lymphom im Stadium I oder II nach Ann Arbor diagnostiziert wurde, die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Allerdings ist eine Diagnose in diesem frühen Stadium selten.  Wird die Krankheit in den Stadien III oder IV erkannt , beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung noch etwa fünf bis acht Jahre. Neue Studien, in denen Antikörper als Erstbehandlung oder beim Rückfall verordnet wurden, zeigen deutlich bessere Überlebenschancen.

 

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Die Überlebenschancen verbesserten sich in Studien deutlich, wenn Antikörper als Erstbehandlung oder beim Rückfall verordnet wurden.
 
Überlebenschancen
 
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