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Follikuläres Non-Hodgkin-Lymphom > Beschwerden
  Beschwerden und Krankheitszeichen
 
 
Wie bei anderen Lymphomen auch, existiert beim Follikulären Lymphom kein eindeutiges oder typisches Kranheitszeichen. Bei fast allen Patienten sind die Lymphknoten im Krankheitsverlauf dauerhaft vergrößert. In den Frühstadien der Erkrankung verspüren die meisten Patienten keinerlei Einschränkung. In fortgeschrittenen Stadien klagen Patienten über mindestens eines der so genannten B-Symptome: Nachtschweiß, Fieber über 38 Grad Celsius oder ein mehr als zehnprozentiger Gewichtsverlust in den letzten sechs Monaten.

Die Beschwerden, die meist in den späteren Stadien einsetzen, sind darauf zurückzuführen, dass die Bildung von Blutzellen im Knochenmark gestört wird oder Leber und Milz befallen sind.

Blutarmut - Im Krankheitsverlauf klagen Patienten immer häufiger über ständige Müdigkeit, ihre Leistungsfähigkeit nimmt ab, sie haben zu nichts mehr richtig Lust. Diese Beschwerden sind typisch für einen Mangel an roten Blutkörperchen, die für die Sauerstoff- und damit für die Energieversorgung jeder einzelnen Zelle unseres Körpers zuständig sind. Die geschädigten B- Zellen des Follikulären Lymphoms beeinträchtigen die Reifung der roten Blutkörperchen im Knochenmark.

Infektanfälligkeit - Funktionierende Antikörper sind wichtig für die Bekämpfung von bakteriellen Entzündungserregern. Patienten mit einem Follikulären Lymphom haben aber meist weniger funktionierende Antikörper als Gesunde. Außerdem beeinträchtigen die geschädigten B-Zellen des Follikulären Lymphoms auch die Entwicklung von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Knochenmark. Der Mangel an Leukozyten führt zusammen mit dem Antikörpermangel zu einer erhöhten Infektanfälligkeit. Das bedeutet: Infektionen, wie ein gewöhnlicher Schnupfen, die für Gesunde kein Problem sind, können beim Erkrankten bedrohlich werden. Gegen die Infektionsgefahr sollte sich jeder Patient durch angepasstes Verhalten schützen, beispielsweise indem er Menschenmassen meidet. Jede Entzündung im Körper muss schnell mit wirksamen Antibiotika behandelt werden.

Blutungsneigung - Im Knochenmark werden alle Blutzellen gebildet. Neben roten und weißen Blutkörperchen entstehen dort auch Vorläuferzellen für die Blutplättchen (Thrombozyten). Sie bilden bei Verletzungen normalerweise schnell einen Plättchenpfropf und bringen die Blutung so zum Stillstand. Da die geschädigten B-Zellen des Follikulären Lymphoms im Knochenmark auch die Blutplättchen-Entwicklung stören, kann bei Patienten mit Follikulärem Lymphom die Blutungsneigung erhöht sein. Vermehrtes Zahnfleischbluten, Nasenbluten, das Auftreten von blauen Flecken schon nach kleinen Verletzungen oder die verstärkte Menstruationsblutung bei Frauen sind häufige Folgen.

 

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