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Follikuläres Non-Hodgkin-Lymphom > Grundlagen > Ursachen
  Ursachen
 
 
ZellteilungEine Hauptursache des Follikulären Lymphoms ist gut untersucht: Es handelt sich um eine charakteristische Veränderung im Erbgut der B-Zellen, die während einer nicht ganz korrekt ablaufenden Zellteilung entsteht.

Ein Stück Erbgut verirrt sich

Für eine Teilung müssen sich zunächst die Chromosomen verdoppeln. Dabei tauschen Chromosom 14 und 18 ein kleines Stück aus. Das Bruchstück wird von Chromosom 14 an Chromosom 18 angehängt und von Chromosom 18 an 14. Experten nennen dies Translokation.

Eine graphische Animation zu den molekularen Vorgängen bei der Verdoppelung der Chromosomen während der Zellteilung finden sie hier.

Statt Selbstmord ewiges Leben

Durch diese Translokation ändert sich in der B-Zelle das Programm zur Bildung von Eiweißen. Konkret produziert die Zelle nun einen krankhaften Eiweißstoff, das BCL-2 (B-Bell-Lymphom 2). Dieser verhindert fortan den so genannten programmierten Zelltod, das bedeutet: Die Zelle wird unsterblich. Nun wird der Weg frei für die unkontrollierte Vermehrung von geschädigten B-Zellen, sprich Krebszellen, im Keimzentrum der Lymphfollikel.

Der programmierte Zelltod, von Experten auch als Apoptose bezeichnet, ist eine Art Selbstmordprogramm, das normalerweise immer dann abläuft, wenn in einer Zelle irreparable Schäden aufgetreten sind. Damit schützt sich der gesunde Organismus vor der unkontrollierten Ausbreitung geschädigter Zellen. Auch äußere Umwelteinflüsse werden als Ursachen für das Auftreten eines Follikulären Lymphoms diskutiert: Verschiedene Lösungsmittel, Unkrautvernichtungsmittel und andere Chemikalien sollen die Entstehung des Follikulären Lymphoms begünstigen. Allerdings sind diese Vermutungen noch nicht hinreichend durch Studien belegt.

 

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