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Chronisch-lymphatische Leukämie > Diagnose
  Diagnose: Wie erkennt man eine Chronisch-lymphatische Leukämie?
 
 
Weil sie in den ersten Jahren meist kaum Beschwerden verursacht, wird die Chronisch-lymphatische Leukämie häufig zufällig entdeckt, beispielsweise bei einer Routine-Blutbildkontrolle, die durch den Hausarzt veranlasst wurde. Hat sich so der Verdacht auf eine Chronisch-lymphatische Leukämie ergeben, werden weitere Untersuchungen durchgeführt.

Blutuntersuchungen - Zunächst wird Blut aus der Armvene entnommen und der behandelnde Arzt lässt ein Blutbild und einen Blutausstrich erstellen, das bedeutet, die Blutzellen werden im Labor gezählt und unter dem Mikroskop betrachtet. Ein wichtiges Krankheitszeichen ist die anhaltend erhöhte Lymphozytenanzahl von mehr als 5000 Lymphozyten pro Mikroliter Blut. Im Blutausstrich sieht man unter dem Mikroskop gegebenenfalls die typischen kleinen Zellen der Chronisch-lymphatischen Leukämie. Neben den intakten Zellen befinden sich Zelltrümmer, die so genannten Gumprechtschen Kernschatten.

Immunphänotypisierung - Zellen der Chronisch-lymphatischen Leukämie tragen auf ihrer Oberfläche typische Eiweißmuster (Oberflächenantigene), die sich von denen gesunder Lymphozyten unterscheiden. Die in einer Blutprobe enthaltenen Lymphozyten lassen sich mit der so genannten Immunphänotypisierung hinsichtlich ihrer Oberflächenantigene untersuchen. Mit diesem Verfahren gelingt es meist, die Diagnose Chronisch-lymphatische Leukämie zu sichern.

Knochenmarksbiopsie - Die Untersuchung einer Knochenmarksprobe ist zur Bestätigung der Diagnose nach wie vor sinnvoll. Das notwendige Untersuchungsmaterial wird im Rahmen einer Knochenmarkspunktion gewonnen. Dabei wird Knochenmark aus dem Beckenknochen entnommen. Anschließend wird die Probe unter dem Mikroskop oder auch mit Hilfe der Immunphänotypisierung untersucht.

Ultraschalluntersuchung - Alle Bestandteile des lymphatischen Systems und auch die inneren Organe werden darauf hin untersucht, ob sie bereits von Leukämie-Zellen befallen sind. Das geschieht in der Regel per Ultraschall. Untersucht werden die Lymphknoten im Bauchraum sowie Leber, Darm, Nieren und Milz.

Körperliche Untersuchung - Im Rahmen einer ausführlichen körperlichen Untersuchung werden alle äußeren Lymphknoten sorgfältig abgetastet.

Computertomographie - In den meisten Fällen werden die Untersuchungen mit einer Computertomographie abgeschlossen. Zur besseren Auswertung der Aufnahmen kann es nötig sein, Blut- und Lymphgefäße gesondert darzustellen. In solchen Fällen ist die Injektion eines Kontrastmittels erforderlich.

Welches sind die sicheren Krankheitszeichen?

Um eine Chronisch-lymphatische Leukämie sicher zu erkennen, müssen bestimmte Krankheitszeichen vorhanden sein. Wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind, gilt die Diagnose als gesichert:

  1. Im Blut findet sich anhaltend eine erhöhte Lymphozytenanzahl von mehr als 5000 Lymphozyten pro Mikroliter Blut

  2. Zellen tragen das für die Chronisch-lymphatische Leukämie typische Muster an Eiweißen an ihrer Oberfläche

  3. Die entarteten B-Lymphozyten produzieren alle nur eine von zwei möglichen Klassen leichter Ketten von Antikörpern. Man nennt dies Leichtkettenrestriktion.

 

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